Bundesagentur für Arbeit: So geht Community Management!

Kürzlich hat mich mal wieder eine Behörde auf Social Media positiv überrascht. 

Die Bundesagentur für Arbeit antwortete auf den LinkedIn-Post einer Mutter.

Was daran so besonders ist? Das erkläre ich euch jetzt. 

Vorgeschichte

Die Mutter – laut LinkedIn Unternehmerin – schrieb einen Beitrag an ihre LinkedIn-Community, in den sie wie folgt einstieg: „Arbeitsamt, wir müssen reden!“

Was war passiert? Ihre 15jährige Tochter sei als bayerische Gymnasiastin gerade in ihrem „Berufsorientierungsjahr“. Deshalb habe sie den Online-Berufsorientierungstest „CheckU“ der Bundesagentur für Arbeit gemacht und sei außerdem mit ihrer Klasse auf einer Berufsmesse gewesen. 

In beiden Fällen seien als Berufs-Empfehlungen ausschließlich traditionelle Berufe wie Stuckateur:rin, Fahrzeuglackierer:in, Dachdecker:in oder Friseur:in herausgekommen. Moderne Jobs, die mit Robotik, KI oder Unternehmertum zu tun haben? Fehlanzeige.

Resonanz auf den Beitrag

Der Beitrag erfuhr auf LinkedIn große Resonanz: Er wurde fast 300 Mal geliked und erhielt rund 150 Kommentare, meist von zustimmenden Elternteilen. 

Einer der ersten Kommentare kam allerdings von der Bundesagentur für Arbeit - und ich finde ihn großartig: 

Was die Behörde hier richtig gemacht hat:

  • Die Bundesagentur für Arbeit hat den Beitrag der Mutter entdeckt, obwohl die Behörde nicht markiert war. 

  • Sie versicherte zunächst, dass die Behörde die Kritik ernst nehme. 

  • Sie half dann konstruktiv weiter, indem sie ein persönliches Gespräch mit den Berufsberater:innen der Arbeitsagentur empfahl und versicherte, dass dort die persönlichen Interessen der suchenden Person noch mehr Berücksichtigung finden können als in einem Online-Test. 

  • Der Kommentar endete persönlich und nahbar mit „Viele Grüße vom Social-Media-Team“. 

Besonders der erste Punkt ist wichtig: Die Bundesagentur für Arbeit ruht sich auf LinkedIn nicht darauf aus, Kommentare unter ihren eigenen Posts zu beantworten – sondern kommentiert auch unter Beiträgen Dritter. 

Ich nenne das „aktives Community Management“ und betrachte es als wichtiges Instrument der Social-Media-Arbeit. Jede Behörde sollte aktives Community Management betreiben – zu wenige tun es. Deshalb ist die Bundesagentur für Arbeit hier ein wertvolles Best Practice! 

💡 Kommentare bei LinkedIn erhöhen die Reichweite

Wusstet du, dass Kommentare bei LinkedIn ein echter Reichweitentreiber sind? Wenn du einen Beitrag kommentierst, wird dieser Kommentar oft im Feed deiner Kontakte sichtbar. Das steigert dann die Reichweite auch deines Profils und deiner Beiträge. 

Merke dir folgendes: Ein Kommentar wirkt bei LinkedIn wie ein kleiner Beitrag! 

Mein Tipp: Behörden sollten auf LinkedIn mindestens fünf Kommentare mit wertvollem Inhalt pro Woche unter andere Beiträge setzen – vor allem, wenn es thematisch so gut passt wie hier. 

💛  Happy day, eure

Amtfluencerin 

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